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Titelaufnahme

Titel
Einfluss des Hebelverhältnisses von Fuß und Unterschenkel auf Achillessehnenschmerzen
VerfasserGrogg, Diana
GutachterStöggl, Thomas
Erschienen2018
HochschulschriftSalzburg, Univ., Masterarb., 2018
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hebelverhältnis / Achillessehnenschmerzen / Fußlänge / Unterschenkellänge / Aufrechte Gangart / VISA-A-G Fragebogen / Laufsport / Orientierungslauf
URNurn:nbn:at:at-ubs:1-1175 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss des Hebelverhältnisses von Fuß und Unterschenkel auf Achillessehnenschmerzen [2.19 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Achillodynie, M76.6, Tendinitis der Achillessehne inklusive Bursitis

subachillea, (Klassifikation nach ICD-10) ist ein Schmerzsyndrom und wird den

Tendopathien zugeordnet. Sie lässt eine läuferische Belastung nicht mehr zu und

ist eine der häufigsten Ursachen, welche zum Abbruch einer sportlichen Karriere,

vor allem in der Leichtathletik, führt. Im Zusammenhang mit

Achillessehnenschmerzen werden extrinsische und intrinsische Einflussgrößen

diskutiert.

Während den letzten 4 Millionen Jahren verfeinerte die Evolution die Effektivität

des aufrechten Ganges. Die anthropometrischen Merkmale der unteren Extremität

des Menschen bestehen aus einer Kombination aus langen Beinen und

mittelgroßen Sohlen.

Zielsetzung dieser Studie ist die Klärung einer anthropometrischen Einflussgröße

auf das Krankheitsbild Achillodynie. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach,

ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Hebelverhältnis von

Unterschenkel- und Fußlänge und dem objektivierten Achillodynieschmerz. Die

Auswertung des Fragebogens VISA-A-G nach Lohrer & Nauck zur Bestimmung

der Schwere einer Achillodynie wurde verglichen mit anthropometrischen

Messdaten (Unterschenkel- und Fußlänge und deren Verhältniszahl) und dem

Lebensalter von 79 erwachsenen Probanden aus dem Ausdauerlaufsport

(Langstreckenlauf und OL).

Die Zusammenhangsprüfung erfolgte mittels linearer Regression und Produkt

Moment Korrelation nach Pearson. Die Unterschiedsprüfung erfolgte mittels t -Test für unabhängige Stichproben.

Das Längenverhältnis zwischen Unterschenkel und Fuß zeigte keinen

signifikanten Zusammenhang mit Achillessehnenbeschwerden (r = 0.07, p > 0.05).

Die Zusammenhangsprüfung VISA-A-G mit Unterschenkel- (r = 0.12), Fußlänge (r

= 0.18) und Alter (r = 0) ergab keine Signifikanz (p > 0.05). Bei der

Unterschiedsprüfung zwischen der Achillodynie-Gruppe und der schmerzfreien

Gruppe in Bezug auf Hebelverhältnis, Unterschenkel-, Fußlänge und Alter ergab

sich kein signifikanter Unterschied (p > 0.05).

Anthropometrische Faktoren wie das Längenverhältnis von Unterschenkel und

Fuß haben keinen Einfluss auf die Entstehung bzw. Aufrechterhaltung einer

Achillodynie. Die Ergebnisse der Studie führen daher zu keiner veränderten

Vorgehensweise bei der Berücksichtigung der extrinsischen (hohe

Trainingsqualität anstreben, angepasstes Schuhwerk tragen usw.) und

intrinsischen (Muskuläre Dysbalancen ausgleichen, Vorverletzungen behandeln

usw.) Risikofaktoren, welche angewendet werden sollten, um die Entstehung einer

Achillodynie zu verhindern resp. einer akuten oder chronischen Achillodynie zur

Abheilung zu verhelfen.

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