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Titelaufnahme

Titel
Ganzfigurige lebensgroße Frauendarstellungen auf spätrepublikanischen und augusteischen Grabbauten (in Italien)
Weitere Titel
Funeral Portraits Roman Women in Italy (1st Century BC - 14 AD)
VerfasserKreuz, Eva Maria
GutachterWohlmayr, Wolfgang
Erschienen2018
HochschulschriftSalzburg, Univ., Masterarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeFebruar 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Portät / Statue / Relief / römisch / Frau / Grabbau / Pudicitia / Gender studies / stola
Schlagwörter (EN)portrait / statue / relief / roman / women / funeral monument / funeral portrait / pudicitia / Gender studies / stola
URNurn:nbn:at:at-ubs:1-1121 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Ganzfigurige lebensgroße Frauendarstellungen auf spätrepublikanischen und augusteischen Grabbauten (in Italien) [3.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema der vorliegenden Masterarbeit sind aus Italien stammende spätrepublikanische bis augusteische Porträts römischer Bürgerinnen, die auf Grabbauten angebracht waren. Dabei liegt der Fokus aber nicht auf Büsten und halbfigurigen Reliefdarstellungen, sondern auf lebensgroßen bis leicht überlebensgroßen Statuen und Reliefs, auf denen der gesamte Körper zu sehen ist. Der Kontext Grabbau bildet einerseits die Grundlage für die Vergleichbarkeit der Darstellungen und ist andererseits in seinen Funktionen als Erinnerungs- und Repräsentationsort besonders interessant für Fragen nach der bildlichen Umsetzung (und Verstärkung) gesellschaftlicher Frauenrollen. Hier bewegt man sich aber an den Grenzen eines möglichen Interpretationsrahmens.

Da es sich bei diesen Porträts um die älteste überlieferte Gruppe ganzfiguriger römischer Frauenporträts handelt, wird zunächst versucht, die Entwicklung eines römischen Frauenporträts nachzuzeichnen, und mögliche Voraussetzungen für das Auftreten von römischen Frauen in der Grabskulptur werden erörtert. Um sich der Frage nach der Interpretation dieser recht einheitlichen Porträts anzunähern, werden zunächst die Statuenkörper besprochen. Deren Bandbreite reicht von der Großen Herkulanerin bis zum Eumachia / Fundilia-Typ, wobei fast die Hälfte der Porträts als Pudicitia (Braccio Nuovo bzw. KLM-Via Flaminia 160) gestaltet wurde. Ebenso werden Porträtköpfe und Frisuren nach typologischen Gesichtspunkten besprochen.

Bei allen verwendeten Körpertypen handelt es sich um übernommene oder weiterentwickelte spätklassische bis hellenistische Kreationen, die aber von den Werkstätten weiter adaptiert werden konnten. Gerade in diese Adaptionen wird bisweilen viel hineininterpretiert, sei es die Verhüllung des Kopfes oder Attribute wie die stola. Diese Interpretationen werden mit Hilfe der in den Katalog aufgenommenen Porträts und der literarischen Quellen überprüft. Im letzten Teil werden Gestik, Interaktion der Porträts innerhalb von Gruppen und die Aufstellungsorte behandelt. Anschließend wird auf Basis der Ergebnisse und unter Einbeziehung aktueller Sekundärliteratur eine Interpretation der Porträts mit Schwerpunkten auf deren Funktion als Ausstattung eines Grabbaus und auf durch sie vermittelte Botschaften versucht.

Zusammenfassung (Englisch)

This Master thesis deals with funeral portraits of Roman women from Italy dating from late republic to Augustean times. The main point of interest is not busts or reliefs with half-figures, but approximately life-sized statues and reliefs that show the whole body (statuesque reliefs). To compare the portraits, the funeral monuments are taken as a starting point. Such lieux de memoire and self-representation are especially interesting for those who study ways of visualization of social roles for women. However, this means to operate at the limits of fact-based interpretation.

As these portraits form the oldest extant group of whole-body images of Roman women, the first part of this thesis tries to draw a sketch of how Roman female portraits might have been developed, and which were the preconditions that enabled the occurence of women in the area of funeral sculpture. First, the bodies of the statues are discussed in order to enable further interpretation of the portraits that form a fairly homogeneous group at first glance. The spectrum of the body types used for the portraits reaches from the so-called Large Herculaneum Woman to the Eumachia-Fundilia type, albeit virtually half of the portraits belong to the Pudicitia type (Braccio Nuovo resp. KLM-Via Flaminia 160). Second, the portrait heads and their headdress are analyzed typologically.Almost all body types were creations from Greek classic and Hellenistic times, which the workshops took over and adapted as they liked.

Much interptretatoric stress has been put on such adaptations like veiled heads or attributes like the stola. The present thesis tries to revise such ways of interpretation on the base of the catalogue of portraits assembled here, and literary sources. In the last chapter, gesture, interaction of portraits forming groups, and the places where these portraits were set up, are dealt with. Finally, the results of the previous analysis, with respect to recent secondary literature, are brought together as parts of an attempt to interpret the portraits, especially their function within the setting of funeral monuments and the messages they might have carried to those looking at them.

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