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Titelaufnahme

Titel
Kollektivierungspflichten und ethischer Konsum
VerfasserHahn, Henning
Erschienen in
Zeitschrift für Praktische Philosophie, Salzburg, 2017, Jg. 4, H. 1, S. 183-210
Erschienen2017
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Fair-Trade / Institutionialisierungspflichten / Kollektivierungspflichten / Konsumentenethik / politische Veranwortung
Schlagwörter (EN)Duty to Collectivize / Duty to Institutionalize / Ethics of Consumption / Fair Trade / Political Responsibility
ISSN2409-9961
URNurn:nbn:at:at-ubs:3-5279 Persistent Identifier (URN)
DOI10.22613/zfpp/4.1.8 
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Kollektivierungspflichten und ethischer Konsum [0.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In diesem Aufsatz geht es mir darum, einen verantwortungsethischen Ansatz in der Konsumentenethik zu entwickeln, der jüngste Debatten zu Kollektivierungs- und Institutionalisierungspflichten zusammenführt. Erstens werde ich dafür argumentieren, dass die Zuschreibungskriterien für individuelle Kollektivierungspflichten, die am Beispiel kleinformatiger unstrukturierter Gruppen entwickelt werden, auch von großräumigen Gruppen (hier: Konsument*innen) erfüllt werden. Daher vertrete ich zweitens die These, dass jeder Einzelperson qua Mitwirkende in der ,Gruppe‘ aller Konsumierenden eine je individuelle Pflicht zugeschrieben werden kann, gemeinsame Handlungen gegen ausbeuterische Marktstrukturen zu organisieren. Drittens und ausblickend werde ich zeigen, dass ethischer Konsum bereits als eine politische Handlung verstanden und gerechtfertigt werden kann, die darauf abzielt, Compliance mit politischen Reformen zu signalisieren und andere dazu aufzufordern.

Zusammenfassung (Englisch)

In this essay, I will defend the view that consumers hold a political responsibility to engage in political activities towards the fair regulation of markets, supply chains and production conditions. My core thesis is that duties to collectivize originally meant to apply to random collections of bystanders also apply to the structurally connected group of global consumers. I further argue that each of us has in virtue of being a member of the macro-social group of global consumers an individual duty to organise collective actions against exploitative market mechanisms. Finally, I claim that ethical consumption is by itself justifiable in terms of its political implications, namely as a public signal to willingly comply with fair market regulations and hence as a call on others to join this practice.

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