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Titelaufnahme

Titel
“KörperWissen” Körpermacht. : Wie die Formierung des Körpers als Wissen ihn neuen Praktiken des Regierens unterwirft
VerfasserKoch, Anne
Erschienen in
Paragrana, Berlin, 2016, Jg. 25, H. 1, S. 61-75
ErschienenDeGruyter, 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)körper / Körperwissen / embodiment / diskurstheorie / Butller / Optimierung / Moderne
URNurn:nbn:at:at-ubs:3-4545 Persistent Identifier (URN)
DOIhttps://doi.org/10.1515/para-2016-0004 
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“KörperWissen” Körpermacht. [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In jüngster Zeit ist ein besonderer Diskurs um „Körperwissen“ auszumachen, auf dessen Grundlage eine bislang ungekannte Regulierung von Subjekten ermöglicht wird: Sie besetzt den „inneren Körper“ und rationalisiert Akteure zu wissenden Körpern. Das ist folgenreich. Von dem Moment an, in dem Körpern ein Wissen zugeschrieben wird, muss dieses wieder optimiert werden und fällt unter all die Formen neoliberaler Regierungsausübung, wie wir sie bereits kennen. Dieser jüngste populäre Diskurs hat Wurzeln im (körper- und sport-)soziologischen Diskurs als auch in der theosophisch-esoterischen postdualistischen und postmaterialistischen Anthropologie feinstofflicher Körper. Neuartige säkularistische wie spirituelle Praktiken können an Körperwissen nun ansetzen und entfalten eine umso mächtigere Regulierung, wenn sie in big data eingespeist werden wie bei körperüberwachenden digitalen Apps zur Achtsamkeit. Vor diesem Hintergrund wird für eine sorgfältige Kritik des Diskurses Körperwissen argumentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This article holds the strong theses that very recently a specific discourse developed around body knowledge that allows for unknown practices of regulation. This regulation immerses the inner body in rationalizing the agents as „knowing bodies“. As soon as bodies are ascribed a knowledge they have to be enhanced and fall under all the rubrics of neoliberal governance. The discourse roots in sociological body knowledge as well as in a theosophical-esoteric postdualistic and postmaterialist anthropology of subtle bodies. New secular and spiritual practices develop an ever more intensified governance through being filled into big data as with apple watch and body monitoring apps for stop smoking, weight-reducing and training. This article therefore argues for a thorough and critical monitoring of the body knowledge discourse.