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Titelaufnahme

Titel
Global Governance und libertärer Paternalismus: Akteure, Normativität und Legitimität
Weitere Titel
Global Governance and Libertarian Paternalism: Agents, Normativity and Legitimacy
VerfasserMende, Janne
Erschienen in
Zeitschrift für Praktische Philosophie, Salzburg, 2016, Jg. 3, H. 1, S. 559-598
Erschienen2016
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Libertärer Paternalismus / Nudge / Global Governance / gutes Leben / Freiheit
Schlagwörter (EN)Libertarian Paternalism / Nudge / Global Governance / Good Life / Freedom
ISSN2409-9961
URNurn:nbn:at:at-ubs:3-2715 Persistent Identifier (URN)
DOI10.22613/zfpp/3.1.16 
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Global Governance und libertärer Paternalismus: Akteure, Normativität und Legitimität [0.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der libertäre Paternalismus weist ähnliche Bezugspunkte auf wie die Global Governance. Bei beiden handelt es sich um ein Bündel staatlicher und nichtstaatlicher Steuerungsversuche, die auf eine Lösung individueller und gesellschaftlicher Probleme abzielen. Eine Verschränkung der Perspektiven beider Konzepte verhilft zu einer genaueren Konturierung ihrer konzeptuellen und normativen Prämissen und zu einer Diskussion ihrer Engführungen und Stärken. Deutlich wird: Der normative Bezugsrahmen des ‚besseren Lebens‘ für die Einzelne (Nudging) oder für die Gesellschaft (Global Governance) benötigt jeweils genauere Bestimmungen des Verhältnisses von Freiheit und Struktur. Die Regulierungsfähigkeit staatlicher und nichtstaatlicher Akteure wird durch jeweils offenzulegende Legitimitätsannahmen bestimmt. Aus der Perspektivenverschränkung ergeben sich Fragen nach der Strukturierung von Entscheidungsräumen in Global Governance (Nudging Governance) und nach den Kriterien für eine Regulierung des libertären Paternalismus (Governing Nudges). Eine Diskussion dieser Fragen ist unabdingbar für eine reflexive Fundierung der Kritik oder der Weiterentwicklung der Konzepte.

Zusammenfassung (Englisch)

Libertarian Paternalism displays similar points of reference as Global Governance. Both are a bundle of governmental and non-governmental guiding attempts which aim at solving individual and social problems. Interconnecting the perspectives of both concepts helps to a clearer outline of their conceptual and normative premises and discussion of their connections and strengths. It is made clear that the normative conceptual framework of the “better life” for individuals (Nudging) or for society (Global Governance) respectively require a more detailed specification of the relation between freedom and structure. The regulation capability of governmental and non-governmental agents is determined by the - in each case still to be disclosed - assumptions of legitimacy. Out of the interconnection of perspectives questions about the structure of decision contexts of Global Governance (Nudging Governance) and about criteria for a regulation of the Libertarian Paternalism (Governing Nudges) arise. A discussion of those questions is inevitable for a reflexive foundation of the critic or further development of the concepts.

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