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Titelaufnahme

Titel
Radikal demokratischer Ungehorsam : ‚Illegale‘ als strittiges politisches Subjekt
Weitere Titel
Radical democratic disobedience. “Illegal” people as controversial political subject
VerfasserOberprantacher, Andreas
Erschienen in
Zeitschrift für Praktische Philosophie, Salzburg, 2016, Jg. 3, H. 1, S. 305-338
Erschienen2016
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Subjektivierung / Gouvernementalität / Grenzregime / Europa / radikale Demokratietheorie / Migration / Flucht
Schlagwörter (EN)Subjectification / Governmentality / Border Regime / Europe / Theories of Radical Democracy / Migration / Refugees
URNurn:nbn:at:at-ubs:3-2675 Persistent Identifier (URN)
DOI10.22613/zfpp/3.1.10 
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Radikal demokratischer Ungehorsam [0.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Dieser Beitrag befasst sich mit dem politischen Vermögen von Menschen, die als ‚Illegale‘ diffamiert werden. In Erinnerung an diverse Aktionen, die vor allem in den letzten Jahren mitunter dramatisch vermitteln, dass Menschen, die nicht als Subjekte in einem bürgerlichen Sinn zählen, selbst in diffizilen Situationen politisch tätig werden, setzt sich dieser Text mit der Frage auseinander, in welchem Sinn es sich dabei um Momente des demokratischen Miteinanders handeln könnte. Im Fokus stehen dabei allerdings weniger sensationelle Momente, auf die sich zumeist das Scheinwerferlicht der Presseagenturen konzentriert, um die transnationale Mobilität von ‚Illegalen‘ gemäß standardisierter Narrative visuell zu fixieren. Es soll anhand einiger Passagen vielmehr diskutiert werden, wie Menschen, denen das Recht abgesprochen wird, da zu sein, nicht selten einen Ungehorsam manifestieren, der am Rande der bürgerlichen Gesellschaft stattfindet und zugleich radikal demokratische Umbrüche markiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This article is about the political capacities of humans, who are defamed as “illegal”. Remembering the various actions, which especially in the last years have showed dramatically that humans, who do not count as subjects in the civic sense, are themselves politically active even in highly demanding situations, this text poses the question in which sense this could have been moments of democratic cooperation. It is however not focused on the rather spectacular moments, which the spotlights of the press like to capture to visually fixate the transnational mobility of “illegal” people following a standardised narrative. Rather it will be discussed how humans, who have their right to existence denied, frequently manifest disobedience, which takes place on the margin of civic society, and marks radical democratic changes.

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