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Titelaufnahme

Titel
Was bedeutet es, "Märkte einzubetten"? Eine Taxonomie
Weitere Titel
What does it mean to “embed markets”? A Taxonomy
VerfasserHerzog, Lisa
Erschienen in
Zeitschrift für Praktische Philosophie, Salzburg, 2016, Jg. 3, H. 1, S. 13-52
Erschienen2016
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Märkte / soziale Institutionen / Schädigungen / Effizienzsteigerung
Schlagwörter (EN)Markets / Social Institutions / Harm / Efficiency-increase
ISSN2409-9961
URNurn:nbn:at:at-ubs:3-2627 Persistent Identifier (URN)
DOI10.22613/zfpp/3.1.1 
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Was bedeutet es, "Märkte einzubetten"? Eine Taxonomie [0.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Aufsatz untersucht, was mit der Metapher von der moralischen "Einbettung" von Märkten gemeint ist. Zunächst werden verschiedene Formen der deskriptiven Einbettung - soziologisch, rechtlich, und institutionell - unterschieden, was zu der These führt, dass kein Markt in einem deskriptiven Sinn „uneingebettet“ ist, und dass die Frage nach Einbettung nicht alleine durch die Betrachtung von Märkten beantwortet werden kann, sondern eine breitere institutionelle Analyse erfordert. Anschließend wird vorgeschlagen, Einbettung im moralischen Sinn als die Forderung nach der Vermeidung verschiedener Formen von Schädigungen zu verstehen, und diese nach dem systematischen Ort der Schädigung und anhand der Kategorien materiell versus immateriell zu kategorisieren. Anschließend werden Hindernisse für die vorgeschlagene Konzeptualisierung und deren praktische Umsetzung diskutiert, nämlich die Frage nach den relevanten Vergleichsmaßstäben und das Problem der Dynamik unbeabsichtigter Folgen, das eine entsprechende Dynamik auch in den Reaktionen auf diese Folgen nötig macht. Der Aufsatz schließt mit Überlegungen zu den Bedingungen der Möglichkeit der normativen Einbettung von Märkten auf nationaler und internationaler Ebene.

Zusammenfassung (Englisch)

This essay analyses what the metaphor of “embedding” markets means. Firstly, a distinction between different forms of descriptive embedding (i.e. sociological, legal and institutional) is made, which leads to the proposition that no market is “unembedded” in a descriptive sense, and that the question concerning embedding cannot be answered only by analysing markets. Rather, a broad, institutional analysis is needed. Then, an understanding of embedding in the moral sense as demand for prevention of different forms of harm is suggested. Also, the different forms of harm then can be categorised according to the systematic location of harm and the criteria ‘material versus ‘immaterial. Subsequently, the pitfalls of the proposed conceptualisation and their practical implementation are discussed, namely the question for relevant standards of comparison, and the problem of the dynamic of accidental consequences, which then also need a certain dynamic in the reaction to them. The essay concludes with deliberations about the conditions for the possibility of embedding markets nationally as well as internationally.

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