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Titelaufnahme

Titel
Adipositas bei Kindern: Elterliche Rechte, Paternalismus und Gerechtigkeit
Weitere Titel
Obesity of children: Parental rights, paternalism and justice
VerfasserGiesinger, Johannes
Erschienen in
Zeitschrift für Praktische Philosophie, Salzburg, 2015, Jg. 2, H. 1, S. 59-88
Erschienen2015
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Adipositas bei Kindern / elterliche Rechte / Familienethik / Kinderrechte
Schlagwörter (EN)obesity of children / parental rights / family ethics / childrens rights
ISSN2409-9961
URNurn:nbn:at:at-ubs:3-2456 Persistent Identifier (URN)
DOI10.22613/zfpp/2.1.3 
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Adipositas bei Kindern: Elterliche Rechte, Paternalismus und Gerechtigkeit [0.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Am Beispiel von Adipositas (Fettleibigkeit) werden in diesem Beitrag die Konflikte diskutiert, die zwischen elterlichen Rechten und den aus Gerechtigkeitserwägungen erwachsenden Ansprüchen von Kindern entstehen können. Es wird angenommen, dass Kinder Anspruch auf Gesundheit haben, und dass Adipositas sie in ihrer Gesundheit gefährdet. Die Frage lautet, was zu tun ist, wenn das Handeln der Eltern die Entstehung von Adipositas begünstigt. Es werden drei verschiedene Konzeptionen elterlicher Rechte diskutiert. Nach der ersten Konzeption sind elterliche Rechte in den Interessen oder Freiheiten der Eltern fundiert. Gemäß der zweiten Auffassung ergeben sich elterliche Rechte aus elterlichen Pflichten, während der dritte Ansatz die Bedeutung sogenannter Beziehungsgüter hervorhebt. Vor diesem Hintergrund werden zwei Thesen vertreten: Die erste lautet, dass Eltern nicht berechtigt sind, ihre Kinder in einer Weise aufzuziehen, die zu Adipositas führt. Die zweite These ist, dass es trotzdem gute Gründe für Zurückhaltung bei Eingriffen in die Familie gibt.

Zusammenfassung (Englisch)

Using the example of obesity, this essay discusses the conflicts that can come up between parental rights and childrens claims coming from considerations about justice. It is assumed that children are entitled to health, and that obesity endangers their health. The question which follows is what should be done when parental actions facilitate development of obesity. In this essay, three different conceptions of parental rights are discussed. According to the first conception, parental rights are grounded in the interests and liberties of the parents. The second conception claims that parental rights stem from parental obligations, and the third approach highlights the importance of so called relationship goods. Against this background, two theses are put forward: The first thesis is that parents are not entitled to raise their children in a way which leads to obesity. The second thesis is that there are still good reasons for refraining from intervening with family affairs.

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