Titelaufnahme

Titel
Der "Relative Age Effect" (RAE) im Kinderfußball : eine Analyse der Geburtsquartalverteilung im Oberösterreichischen Kinderfußball und der Einfluss des biologischen Entwicklungsstandes auf den relativen Alterseffekt im Kinderfußball / eingereicht von Mag. Gehmaier Josef
VerfasserGehmaier, Josef
Begutachter / BegutachterinMüller, Erich
ErschienenSalzburg, 2017
Umfang107 Blätter ; 30 cm : Illustrationen, Diagramme, Karte
HochschulschriftParis-Lodron-Univrsität Salzburg, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Literaturverzeichnis: Blatt 94-103
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubs:1-461 Persistent Identifier (URN)
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Der "Relative Age Effect" (RAE) im Kinderfußball [2.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Hauptaufgabe der vorliegenden Arbeit war es, den „Relative Age Effect“ (RAE), der eine Abweichung der Verteilung der Geburtstage einer Stichprobe von ver-gleichbaren Verteilungen der Normalpopulation beschreibt, im Bereich des „Kinder-fußballs“ zu durchleuchten.

Ausgangspunkt für diese Untersuchung waren frühere Beobachtungen, wonach in den österreichischen Talentförderungseinrichtungen (Landesausbildungszentren und Akademien) eine Überrepräsentation von relativ älteren Spielern im Vergleich zu relativ jüngeren Spielern eines Selektionsjahres vorherrschte.

Hierfür wurden alle gemeldeten Fußballspieler Oberösterreichs der Jahrgänge 2005 bis 2010 bzw. des Altersbereichs U6 bis U11 (n = 12352) hinsichtlich ihres Geburts-datums in Quartale eingeteilt und die Verteilung in den vier Quartalen mit der tat-sächlichen Geburtsquartalverteilung der oberösterreichischen Bevölkerung dessel-ben Beobachtungsauschnittes verglichen.

Es konnte ein höchst signifikanter Unterschied zwischen der beobachteten und der tatsächlichen Geburtsquartalverteilung festgestellt werden (p < 0,001), wobei vor allem in den jüngsten Altersklassen (U6, U7 und U8) eine deutliche Überrepräsen-tation von relativ älteren Spielern festgestellt werden konnte.

Zudem wurde bei drei „repräsentativen“ U9-Kinderturnieren (n = 567) unterschiedli-chen Niveaus („Eurochampionship“, „Windtner Cup“, „Fielmann Cup“) untersucht, welchen Einfluss der biologische Entwicklungsstand auf den RAE im Kinderfußball hat.

Das Ergebnis dieser Untersuchungen war, dass es - unabhängig vom Leistungsni-veau im vierten Quartal signifikant mehr frühentwickelte und weniger spätentwi-ckelte Spieler gab als in den ersten Quartalen des Jahres, wobei relativ ältere Spie-ler nur beim „Eurochampionship“ Vorteile in Größe und Gewicht hatten.

Außerdem konnte festgestellt werden, dass der biologische Entwicklungsstand ei-nen erheblichen Einfluss auf den RAE in der ersten Selektionsstufe des oberöster-reich- ischen Talentförderprozesses (Sichtungskader der LAZ) hat.

Zusammenfassung (Englisch)

The main task of this thesis was to research the “Relative Age Effect” a variation of birthdate distribution of sample compared to distribution of the normal population in child football.

Initial point of the study has been former observances, that there exists an over representation of relative older players compared to relative younger players in Austrian talent support programs (football academies).

Therefore all registered players from Upper Austria (born from 2005 until 2010) were grouped into four quarters and the distribution of these quarters got compared to the actual birth-quarter-distribution of the upper Austrian population.

It could be assert, that there exists a highly significant difference between the observed and the actual birth-quarter-distribution, in which particularly at the youngest age groups relative older players were over-represented.

Moreover the influence of the biological stage of development has been researched at three different Under 9 tournaments (“Eurochampionship”, “Windtner Cup”, “Fielmann Cup”).

The finding of this investigation was, that independent of performance level in the fourth quarter there were significantly more mature players than immature players, in which relative older players got advantages in height and weight only at “Eurochampionship”.

Furthermore it could be determined, that the biological stage of development heavily influences the relative age effect at the first stage of selection in Austrian talent support programs.