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Titelaufnahme

Titel
Eine Interventionsstudie zur Prävention von Depressionen im höheren Lebensalter : An interventional study to prevent depression in the elderly / eingereicht von Kim Käsinger und Kader Cosgun
VerfasserKäsinger, Kim ; Cosgun, Kader
Begutachter / BegutachterinLaireiter, Anton Rupert
ErschienenSalzburg, August 2016
Umfang304 Seiten ; 30 cm : Diagramme
HochschulschriftParis-Lodron-Universität Salzburg, Univ., Masterarbeit, August 2016
Anmerkung
Zusammenfassung/Abstract in deutscher und englischer Sprache
Anmerkung
Literaturverzeichnis: Seite 182-201
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Depression / höheres Lebensalter / Intervention / State Selbstwert / subjektives Wohlbefinden
Schlagwörter (EN)depression / elderly / intervention / state self-esteem / subjective well-being
Schlagwörter (GND)Alter / Depression / Prävention
URNurn:nbn:at:at-ubs:1-337 Persistent Identifier (URN)
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Eine Interventionsstudie zur Prävention von Depressionen im höheren Lebensalter [4.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Studie: Überprüfung der Wirksamkeit eines präventiven Interventionsprogramms, welches für Personen mit subsyndromalen Depressionen im höheren Lebensalter (> 55 Jahre) entwickelt wurde. Die Intervention zielt auf eine Reduzierung der Depressivität, eine Förderung und Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und auf eine Erhöhung des State Selbstwerts bei älteren Menschen ab. Design: quasiexperimentelles Design mit Experimental- und Kontrollgruppe. Stichprobe: Die Rekrutierung der 40 Teilnehmer-Innen im Alter von 55 bis 75 Jahren (M = 61.25, SD = 5.410) erfolgte in Salzburg, München und Rosenheim. Insgesamt nahmen 28 Frauen und 12 Männer an der Studie teil, die eine Experimentalgruppe (n = 20) und eine Kontrollgruppe (n = 20) mit identischer Geschlechtsverteilung bildeten. Methode: Das sechswöchige Interventionsprogramm bestehend aus Achtsamkeitsübungen, körperlicher Aktivierung, Progressiver Muskelentspannung sowie dem Führen eines Glückstagebuchs wurde ausschließlich mit der Experimentalgruppe in Kleingruppensettings à 2,5 Stunden pro Woche durchgeführt. Die Kontrollgruppe erhielt hingegen keine Intervention. Die Outcome-Variablen wurden für beide Gruppen jeweils vor der Intervention (Prämessung) und nach der Intervention (Postmessung) erfasst. Die Geriatric Depression Scale (GDS) und der Depression Screening Questionnaire (DSQ) dienten zur Messung der Depression. Die Erhebung des subjektiven Wohlbefindens erfolgte anhand des Nürnberger-Lebensqualitäts-Fragebogens (NLQ) sowie mittels der Positive and Negative Affect Schedule (PANAS) und durch die Nürnberger-Alters-Selbstbeurteilungsskala (NAS). Der State Selbstwert wurde mit Hilfe der State Self-Esteem Scale ermittelt. Ergebnisse: Die Intervention bewirkte eine Abnahme der Depression (GDS) in der Experimentalgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe. Zudem wurde die Effektivität des Programms durch eine Verbesserung der Befindlichkei t und der Alltagsaktivitäten (NAS) der Teilnehmer-Innen nachgewiesen. Der Affekt (PANAS) und die Lebensqualität (NLQ), als weitere Bereiche des subjektiven Wohlbefindens, blieben dagegen unverändert. Mit Hilfe der Intervention wurde eine Erhöhung des State Selbstwerts (SSES) in der Experimentalgruppe erzielt. Konklusion: Anhand der vorliegenden Untersuchung wurde die Wirksamkeit des präventiven Interventionsprogramms nur teilweise bestätigt. Daher ist eine Replizierung der Studie für eine weitere Überprüfung der Effektivität der Intervention zu empfehlen.

Zusammenfassung (Englisch)

Study aim: Investigation of the effectiveness of a preventive intervention program was developed for people with subsyndromal depression in the elderly (> 55 years). The intervention aims at reducing depression and increasing subjective well-being and state self-esteem at an advanced age. Design: quasi-experimental design with experimental and control group. Sample: The recruitment of 40 participants at the age of 55 to 75 years (M = 61.25, SD = 5.410) was carried out in Salzburg, Munich and Rosenheim. A total sample of 28 women and 12 men participated in the study, splitted in an experimental group (n = 20) and a control group (n = 20) with identical gender distribution. Method: The six-week intervention program consisting of mindfulness-based and physical exercises, progressive muscle relaxation as well as keeping daily a diary of happiness, was conducted with the experimental group in small group settings of 2,5 hours per week. The control group received no intervention. The outcome variables were recorded for both groups before the intervention (pre measurement) and after the intervention (post measurement). The Geriatric Depression Scale (GDS) and the Depression Screening Questionnaire (DSQ) were used to measure the depression. The investigation of subjective well-being was based on the Nürnberger-Lebensqualitäts-Fragebogen (NLQ) and the Positive and Negative Affect Schedule (PANAS) as well as the Nürnberger-Alters-Selbstbeurteilungsskala (NAS). The state self-esteem was determined by the State Self-Esteem Scale (SSES). Results: The intervention reduced depression (GDS) in the experimental group compared with the control group. In addition, the effectiveness of the program was demonstrated by an improvement of the sensitivity and the activities of daily living (NAS) for the participants. The affect (PANAS) and the quality of life (NLQ) as other aspects of subjective well-being remained unchanged. This interv ention achieved an increase in state self-esteem (SSES) in the experimental group. Conclusion: Based on the present study, the efficacy of the preventive intervention program was only partially confirmed. Therefore, a replication for a further review of the effectiveness of the intervention is recommended.